Bäume contra CO²

Bäume und Wälder sind lebende Kohlenstoffspeicher. Jeder Baum entzieht der Atmosphäre in seiner Wachstumsphase CO2. Das Prinzip der Photosynthese (der biochemische Grundvorgang in allen grünen Pflanzen) ist bereits viele Millionen Jahre alt: Bäume spalten das Kohlendioxid (CO2) der Luft, speichern den Kohlenstoff (C) in ihrer Biomasse und setzen Sauerstoff (O2) frei.

2018: Hurra, eine Spende für weitere Baumpflanzungen!! Danke Danke!…Ein zweites Grundstück ist bereits ausgeguckt.

2016: Auf Grund von vielen Spenden konnte die erste Baumpflanzung in Bad Königshofen erfolgen. Vielen Dank an die Spender!!

Flyer Bäume contra CO2

Das Klimaschutzpotential der Wald-Holz-Option ist groß, denn Kohlenstoff wird nicht nur gespeichert, sondern ist auch Energiespender für die Pflanze. Die Differenz zwischen Verbrauch und Abgabe von Kohlenstoff der Waldflächen (die Zersetzung organischer Substanzen eingerechnet) entspricht ungefähr 3 Milliarden Tonnen C, das sind rund 11 Mrd. t CO2 (Umrechnungsfaktor 3,67) weltweit pro Jahr. (siehe www.prima-klima-weltweit.de).

In Deutschlands Wäldern sind derzeit ungefähr 1,2 Mrd. t C gespeichert, das entspricht rund 4,4 Mrd. t CO2. Ein Hektar Wald speichert über alle Altersklassen hinweg ungefähr 13 t CO2.

Beispiele:

Bei einer 35 m hohen, 100 Jahre alten Fichte mit einem Durchmesser von 50 cm (in 1,3 m Höhe über dem Boden gemessen) beträgt das Holzvolumen inklusive Äste, aber ohne Wurzeln 3,4 m³, was einem Trockengewicht von knapp 1,4 t entspricht. Die Hälfte davon besteht aus Kohlenstoff, also 0,7 t, das entspricht einer CO2-Absorption von 2,6 t.

Eine 120-jährige, 35 m hohe Buche mit dem gleichen Durchmesser von 50 cm (in 1,3 m Höhe über dem Boden gemessen), hat ein Trockengewicht von 1,9 t, also rund 0,95 t C gespeichert, was 3,5 t CO2 entspricht. Die größere Holzdichte der Buche führt zur höheren Speicherung.

Unser Projekt

Das Projekt „Bäume contra CO2 wurde 2013 gestartet, nachdem der von der Energie-Initiative veranstaltete kommunale Wettbewerb „CO2 – Fußabdruck“ abgeschlossen war. Bürger aus sechs Kommunen hatten versucht, ihren CO2-Fußabdruck innerhalb eines Jahres zu verkleinern und in dieser Zeit viel über den eigenen Lebensstil und dessen Auswirkung auf Umwelt und Klima gelernt (siehe auch unter Projekte).

Immer wieder tauchte die Frage auf, was getan werden kann, um den Ausstoß von klimaschädlichen Gasen zu kompensieren, wenn sie sich nicht vermeiden lassen. Dazu kam die Diskussion über das geplante CCS-Verfahren (Carbon Capture and Storage), bei dem CO2 verflüssigt und unter der Erde eingelagert werden sollte. So entstand der Gedanke, Bäume zu pflanzen als natürliche CO2-Speicher, die außerdem vielfältigen Nutzen bringen. Der Wald mildert extremes Klima wie Hitze, Frost, Trockenheit und Stürme. Er produziert Sauerstoff, reinigt Luft und Wasser und verhindert Bodenerosion. Nicht zuletzt bietet er Lebensraum für unzählige Tiere und Pflanzen und trägt zur Artenvielfalt bei.

Einsparen hat Vorrang

Durch unsere Lebensweise verursachen wir nicht nur mehr Kohlendioxid als die Erde verkraften kann, sondern auch andere schädliche Klimagase wie Methan, dessen Treibhaus-Potenzial 21 Mal höher ist als das von Kohlendioxid. Methan entsteht beim Reisanbau, auf Mülldeponien und entweicht aus dem Verdauungssystem der Wiederkäuer. Außerdem wird das Gas beim Kohlebergbau und beim Auftauen der Perma-Frostböden des nördlichen Eurasiens und Amerikas frei.

Nicht alles lässt sich vermeiden: Wer täglich mit dem Auto fahren muss, sich einen Urlaub gönnt oder eine größere Anschaffung durchführt, verursacht zusätzlich CO2, das kann er kompensieren, indem er Wald pflanzen lässt. In Zusammenarbeit mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und Gemeinden im Landkreis (zunächst mit der Stadt Bad Königshofen), werden Flächen aufgeforstet, die weder wertvolle Biotope, noch besonders interessant für die Landwirtschaft sind.

Die zu bepflanzende Fläche bleibt im Eigentum der Gemeinde (hat auch einen haftungsrechtlichen Hintergrund), der jeweilige Förster kümmert sich ums Durchforsten, um Pflegemaßnahmen und ähnliches. Eine Pflanzaktion kann, je nach Wetter, im Herbst oder Winter durchgeführt werden. Das Wichtigste in diesem Zusammenhang: Ist eine Fläche aufgeforstet, hat sie Bestandsschutz, denn wie oben erwähnt haben Bäume erst nach mehreren Menschengenerationen ihr Optimum erreicht. Es wird garantiert, dass die Bäume im „Klimawald“ so lange stehen bleiben wie möglich. Sollte ein Baum wegen Schädlingsbefall, Sturmschäden, etc. entfernt werden müssen, kommt der Wert der jeweiligen Gemeinde zugute.

Es werden standortgerechte Setzlinge gepflanzt, die eine gewisse Dichte (ein Setzling auf 2 m²) voraussetzen. Eine genaue Zuordnung von jedem Setzling zum Spender ist nicht möglich. Das Grundstück wird jedoch entsprechend gekennzeichnet und jeder kann das Heranwachsen des „Klimawäldchens“ beobachten.