Projekte › 2. Rhöner Sonnenfest

Andy Eyring Sieger bei der Wettfahrt

Eine gute Idee und vor allem ein Beitrag zum Thema Elektromobilität haben die Energie-InitiativeRhön und Grabfeld, der Naturpark und das Biosphärenreservat Bayerische Rhön mit Unterstützung der Stadt Bischofsheim am Samstag in die Tat umgesetzt: Kommunalpolitiker auf Elektrofahrrädern traten gegen Montainbikefahrer an und fuhren den Kreuzberg hinauf. Prominenter Vertreter der Sparte "Muskelkraft" war Andy Eyring, Deutscher Meister Jugend 2007 und U 23 im Jahr 2008, gerade zurück aus Großbritannien vom Worldcup-Einstieg mit seinem Team Bergamont. Eyring opferte gern seinen freien Samstagnachmittag für eine gute Sache, wie er mitteilte.

Auf dem Bischofsheimer Marktplatz trafen sich 22 Teilnehmer an der Wettfahrt, die den Auftakt bildete zum 2. Rhöner Sonnenfest, einer Veranstaltung innerhalb der Woche der Sonne, in der in vielen Orten Deutschlands mit Aktionen und Events auf die Nutzungsmöglichkeiten der Sonnenkraft hingewiesen wird. Bei der Anmeldung erkannte man gleich die Radsportler aus den Sportvereinen an ihrer zweckmäßigen Kleidung, während die Kommunalpolitiker, dazu gehörten Vertreter der Gemeinden, die gerade im Wettstreit um den kleinsten CO2-Fußabdruck stehen (wir berichteten), in normaler Freizeitkleidung antraten. Auch Bischofsheims wiedergewählter Bürgermeister Udo Baumann, CSU Fraktionsvorsitzender Dr. Christian Machon und die Kreisrätin von den Grünen, Birgit Zirkelbach, ließen sich von den Fahrradhändlern aus der Region, die Elektrofahrräder zur Verfügung gestellt hatten, die Funktion erklären.

Wer wird gewinnen? Andy Eyring war sich nicht ganz sicher, wie viel Kondition die Gemeindevertreter mitbringen, denn trotz Unterstützung durch den Elektroantrieb muss man bei den Höhenunterschieden am Kreuzberg kräftig in die Pedale treten, will man ganz vorn mitfahren. Der Vorsitzende der Energie-Initiative Rhön und Grabfeld, Daniel Miller, meinte, dass die Elektrobikes an starken Steigungen schneller sind, konnte aber nicht voraussagen, ob sie auf der nur sieben Kilometer langen Strecke ihre Überlegenheit zeigen können.

Baumann und Miller begrüßten die Anwesenden auf dem Marktplatz im Namen der Organisatoren und wiesen auf die Bedeutung der Elektromobilität für die Umwelt hin. Wie risikoreich die Abhängigkeit vom Öl ist, haben wieder jüngste Beispiele gezeigt, es gilt, den Umstieg auf Elektrofahrzeuge zu forcieren, die Wettfahrt sollte auf dieses Thema aufmerksam machen und zum Nachdenken anregen. Der Dank der Veranstalter galt der örtlichen Feuerwehr, die die Absicherung der Strecke übernommen hatte.

Mit einem sonnengelben Luftballon gab Miller schließlich den "Startschuss" und schloss sich den E-Bikefahrern selbst auch an, um auf der Strecke einige Mountainbiker hinter sich zu lassen. "Wir strengen uns an und der rauscht im Anzug an uns vorbei", beschwerten sich hinterher lachend einige Teilnehmer. Eigentlich ging es ja nicht ums Gewinnen, aber keiner wollte sich abhängen lassen und so legte auch Andy Eyring nach eigenen Worten "einen Zahn zu", als Birgit Zirkelbach auf ihrem E-Bike zum Überholen ansetzte. Der trainierte Sportsoldat siegte schließlich mit großem Vorsprung, gab aber zu, dass er keine Chance gehabt hätte, wäre die Strecke noch steiler gewesen. Außerdem hatte er ein Rennrad benutzt, das etwas schneller fährt als das Mountainbike. Auf dem zweiten Platz landete Steffen Kleinheinz vom RWV Haselbach, Platz drei ging an Clemens Klug aus Unterweißenbrunn. Zirkelbach kam als Fünfte ins Ziel und war damit schnellste Fahrerin auf dem E-Bike. Als jüngster Teilnehmer erhielt Elia Behr aus Großbardorf und vom Mountainbikestützpunkt des Gymnasiums Bad Königshofen einen Extrapreis.

Die Trommel-Gruppe RaTaTong aus Rödles heizte den Teilnehmern am Ziel, dem Parkplatz unterhalb des Klosters Kreuzberg, nach der Siegerehrung mit viel Rhythmus und Sambaklängen ein, denn die Sonne ließ sich am "Tag der Sonne" nicht blicken, aber immerhin regnete es nicht. Probefahren mit Elektrofahrrädern, Elektrorollern und dem Segway, letzteren hatte Günter Lieberth von der Energie-Initiative mitgebracht, beschäftigte die Interessenten, die ihr Wissen auch bei einem Energie-Quiz beweisen konnten. Am Stand des Naturparks Rhön konnte man sich bei Michael Dohrmann über regenerative Energien und die Aktivitäten im Bioshärenreservat und Naturpark informieren, die großen Solarkocher mussten jedoch mangels Sonne kalt bleiben.

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