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Passivhausausstellung in Burkhardroth verlängert bis 15. Juni
Datum & Uhrzeit: 02.06.2010, 20:19 UhrAutor: Regina Vossenkaul
Passivhausausstellung in Burkhardroth verlängert bis 15. Juni
Burkardroth. Die Passivhaus-Ausstellung in Burkardroth, die von der Energie-Initiative Rhön und Grabfeld e.V. als Informationsmöglichkeit innerhalb des kommunalen Wettbewerbs „CO2-Fußabdruck“ organisiert wurde, ist bis zum 15. Juni verlängert worden. Geöffnet ist die Ausstellung rund um die Möglichkeit, ohne herkömmliche Heizung und trotzdem mit sehr hohem Wohnkomfort zu leben, nach Absprache unter der Tel. Nr. 0800 2122102.
An den Energiepreisen merke man, dass es an der Zeit sei von den fossilen auf regenerative Energien umzusteigen, sagte Bürgermeister Waldemar Bug bei der offiziellen Eröffnung der Ausstellung. Die Zeiten, in denen energetische Maßnahmen noch belächelt wurden, seien vorbei. Man müsse sich darauf einstellen, mit dem zurecht zu kommen, was die Sonne liefert. Der Weg gehe vom Niedrigenergiehaus über das Passivhaus zum Plus-Energiehaus, meinte Bug. Er forderte neben dem Energieeinspeisegesetz (EEG) auch ein Energiespeichergesetz.
Was man unter dem Begriff „Passivhaus“ verstehe, hatte Daniel Miller, Vorsitzender der Energieinitiative, erläutert. Etwa 15 000 gebe es davon zurzeit in Deutschland. Der Heizenergiebedarf für ein Passivhaus beträgt höchstens fünfzehn Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr und kann vollständig über die erwärmte Luft mittels einer Lüftungsanlage beheizt werden. Die Heizkosten ergeben sich somit in Höhe von nur ungefähr 1,50 Euro pro Quadratmeter und Jahr. Der Primärenergieverbrauch sollte 120 Kilowattstunden für Heizung, Kühlung, Lüftung und Strom nicht überschreiten. Das werde besonders durch fünf Maßnahmen erreicht, Wärmedämmung, eine wärmebrückenfreie oder -arme Konstruktion, die Drei-Scheiben-Verglasung, eine deutlich höhere Luftdichtigkeit sowie die mechanische Be- und Entlüftung.
Gastreferentin Susanne Theumer vom Passivhaus-Institut Darmstadt hatte bei der Eröffnungsveranstaltung auch über die Möglichkeiten informiert, Altbauten nach Passivhausempfehlungen zu sanieren. Neben der daraus folgenden Energieeinsparung werde auch mehr Wohnqualität erreicht, betonte Theumer. Manchmal seien jedoch Schwachstellen bei der Altbausanierung nicht vermeidbar.
Für die Ausstellung, die viele Informationen und Anregungen bietet, hat Elisabeth Heinze einen 70 qm großen Raum im ehemaligen Café Höchemer zur Verfügung gestellt. Noch bis zum 15. Juni steht er für alle interessierten Besucher zur Verfügung, dann wird die Wanderausstellung wieder abgebaut.
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